Die Sphenologie ist die Lehre von der mental angeregten Rotations- bzw. Lateralschwingung des Keilbeins einmal (ventral) in Richtung Oberkiefer und simultan dazu (dorsal) in Richtung Schädelbasis und von dort (kaudal) über den Atlas bis zum 5. Lendenwirbel und schließlich zum Kreuzbein und umgekehrt (kranial) vom Kreuzbein bis zum Oberkiefer, wenn das Kreuzbein zu einer Bewegung angeregt wird. Diese spontane Reaktion des 13. Wirbelpaares stellt augenblicklich die „beißstabile Geradheit“ der Wirbelsäule und die Symmetrie des ganzen Körpers sowohl in der Frontal- als auch in der Transversalebene wieder her, wobei die Spiegelsymmetrie der beiden Körperhälften in der Sagittalebene und die zwischen Keilbein und Kreuzbein in der Transversalebene zurückgewonnen wird, wenn zuvor eine Keilbein/Kreuzbeinzwillingstorsion vorgelegen haben sollte. Diese Reaktion ist unabhängig von der Gesamtzahl der beweglichen sphenologischen Reaktionsteilnehmer, weil sie alle spontan - vom Oberkiefer an bis zum Kreuzbein - mittig bleibend zurück in die sogenannte „orthogonale Metamerie“ - zurückgeglitten sind. Diese beiden Spiegelsymmetrien, die sagittale ebenso wie die transversale, sind experimentell wohl voneinander zu unterscheiden, was nachfolgend erklärt wird.

Die Atlas-Symmetrie ist die Lehre von der paarigen und spontanen, mental auslösbaren  Teilreaktion des 12. Wirbelpaares vom Atlas (C1) bis zum 5. Lendenwirbel (L5) und umgekehrt. Sie stellt spontan die „beißlabile" Geradheit der 24-gliedrigen Wirbelsäule (erkennbar an einem horizontalen Schulter- und Beckengürtelgleichstand) wieder her, wenn eine C1/L5-Zwillingssubluxation vorliegen sollte. Dieser einseitige Symmetriegewinn in der Sagittalebene ist jedoch nur bis zum nächsten Zähneaufeinanderbeißen beständig, weshalb die Sphenologie diese mental auszulösende Spontanreaktion ausschließlich dazu nutzt, einen vorhandenen Oberkieferschiefstand aufzudecken und zu vermessen. Sie stellt somit nur die sagittale (aber beißlabile) Spiegelsymmetrie der beiden Körperhälften wieder her.

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